Angehörigentreffen

Geschichte(n)

Etwa 300.000 psychisch kranke Menschen und Menschen mit Behinderungen wurden in der Zeit des Nationalsozialismus von Psychiatern als »lebensunwertes Leben« selektiert und durch Kohlenmonoxid, überdosierte Medikamente, Vernachlässigung oder gezielten Nahrungsentzug ermordet. Unter ihnen mehr als 2.000 Münchner Frauen, Männer und Kinder. 

Die Stimmen der Überlebenden und der Angehörigen fanden nach 1945 vor Gericht und in der Gesellschaft kaum Gehör. Bis heute zählen die Opfer der Zwangssterilisation und der Patientenmorde zu den vergessenen Opfern der NS-Gewaltherrschaft, während die Täter ihre Karrieren meist nahtlos fortsetzen konnten. 

In vielen Familien war die Erinnerung an die ermordeten Angehörigen schwierig. Erst in den letzten Jahren setzte ein Umdenken ein: in der Psychiatrie, in den Familien und teilweise auch in der Öffentlichkeit.

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