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Die Gedenkinitiative für NS-»Euthanasie«-Opfer engagiert sich seit 2015 für eine gelebte Erinnerungskultur an die Opfer der Krankenmorde. Sie setzt damit die Bemühungen der AG »Psychiatrie und Fürsorge im Nationalsozialismus in München« fort, die 2018 das Gedenkbuch für die Münchner Opfer der NS-»Euthanasie«-Morde für das NS-Dokumentationszentrum und den Bezirk Oberbayern herausgegeben hat.

Zentrale Anliegen der Gedenkinitiative sind die Unterstützung der betroffenen Familien und die Sensibilisierung der Gesellschaft für eine oft vergessene Opfergruppe. Vom Schulklassenbesuch bis zur ganztägigen Gedenkreise, von persönlicher Beratung hinter den Kulissen bis zur öffentlichen Podiumsdiskussion gibt es verschiedene Formate. Dabei kooperieren wir gerne: Beispielsweise mit dem NS-Dokumentationszentrum, dem Isar-Amper-Klinikum, dem Bayerischen Innenministerium, der Münchner Volkshochschule oder den Münchner Kammerspielen. Und vielleicht auch mal mit Ihrer Institution?

Was bewegt uns? Viele die persönliche Betroffenheit: Die einen, weil es in der Familie ein Opfer gab, die anderen, weil sie sich die Frage stellen: wäre ich damals auch ermordet worden? Und die Dritten machen sich Gedanken, wie hätte ich damals gehandelt, wenn ich verantwortlich gewesen wäre? Aber es ist nicht nur die persönliche Betroffenheit, die zum Engagement führt. Erinnerungskultur in Deutschland hat immer schon von denen gelebt, die die Geschichte verstehen wollten, die aus der Geschichte lernen wollten, die Geschichte vermitteln wollten.

Die Gedenkinitiative trifft sich regelmäßig in München. Opfer-Angehörige, Vertreter*innen der Stadtgesellschaft sowie Institutionen wie die Münchner Psychiatrie-Erfahrenen, der Behindertenverband Bayern, die Sozialpsychiatrischen Dienste und das Isar-Amper-Klinikum zählen zu dem harten Kern. Diesen harten Kern zu erweitern und die Gedenkinitiative zu verstetigen ist Anliegen des im Juli 2025 gestarteten Projekts »Erinnerungskultur stärken«.

Die Gedenkinitiative ist für alle Interessierte offen.

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